Inspiration

«Zwischen Wirklichkeit und Kabarett darf nur ein Stück Papier passen!» (frei nach Gerhard Polt)

Was darf Sie erwarten bzw. worin liegen meine Kompetenzbereiche?

Unternehmenskabarett ist eine Form der Kleinkunst. Jedem guten Witz liegt eine Umdeutung bzw. ein Kontext- oder Perspektivwechsel zugrunde. Dabei geht es nicht um eine Technik, als vielmehr um eine Haltung; das Finden konstruktiver Narrativität ist auch das Kerngeschäft von Beratung. Dadurch wird Flexibilität wiedererlangt. Um Glaubenssätze und mentale Modelle zu thematisieren, immer wieder zu hinterfragen und wieder in einem anderen Licht wahrzunehmen. Während klassisches (politisches) Kabarett «zerstörend» agiert, muss Unternehmenskabarett sensibel und feinfühlig, eher verblüffen und erheiternd agieren. Von dem Kabarettisten Gerhard Polt stammt der Satz, «Zwischen Wirklichkeit und Kabarett darf nur ein Stück Papier passen». Sensibilität und Konstruktivität sind elementar, da das Komische weitaus schwerer zu realisieren und darzustellen ist, als das Tragische. Humor hilft und löst! Aber ein derartiger Humor ist nur möglich, wenn sich der Kabarettist sequenziell auf Ernst und Traurigkeit einlassen kann.

Auf was lassen Sie sich dabei ein bzw. was müssen Sie investieren?

Ihr Investment besteht darin, sich der Tradition, die sich aus der Faszination am Defizit sättigt, zu lösen. Den Blick auf Chancen und Möglichkeiten zu richten, das Querdenken zu üben und ein ungewöhnliches Format sich zu gestatten. In Organisationen werden Geschichten erzählt, es bestehen Mythen, Legenden, Gebote und Tabus. Es ist immer die Frage, welchen Geschichten erlaubt wird, das tägliche Leben zu regieren – und wer könnte man sein (als Gruppe, als Unternehmen), wenn den jeweiligen Geschichten weniger Macht eingeräumt werden würde? Wirklichkeit ist auf die unterschiedlichste Weise beschreibbar! Ähnlich wie Literatur oder ein Roman entführt Humor in eine andere Wirklichkeit und wirkt dadurch entlastend (und bisweilen heilsam).

Martin Schwarz Weinflaschen
Martin Schwarz vor Schild
Etiketten Weinflaschen Martin Schwarz

Wie sieht ein typisches Arbeitssetting aus?

Im Unternehmenskabarett wird ein organisationsspezifisches Programm geschrieben. Meist agiere ich in der Figur des
«Hausmeisters» oder «Postboten» im Kontext von Kick-off-Veranstaltungen, Projektmeetings, Meilenstein-Events, oder Unternehmensfesten.

Wie kann man sich ein Beispiel vorstellen?

Die Titel der kurzen Kabarettprogramme lauten bspw. «Schwarzmalerei», «Nur nicht schwarzsehen», «Das schwarze Brett» und «Der schwarze Kanal»
Zum Einsatz kommen dabei immer Wortspiele. Zur Illustration hier ein paar Beispiele:
«Ich lasse das jetzt mal so im Raum stehen, – aber ich weiß jetzt schon, dass ich das nie abholen werde!»
«Ein Mitarbeiter darf bei uns soviel verdienen wie er will, er darf uns nur nichts kosten!»
«Ein Hamsterrad sieht von innen und auf den ersten Blick betrachtet auch wie eine Karriereleiter aus.»
«Wir können über alles sprechen – nur nicht über den Preis!»