Im Juni arrangierten wir wieder mehrere, kleinere Forschungswerkstätten, welche allesamt virtuell stattfanden.

Mit dem Tool ´Conceptboard´, welches über gemeinsame ´ZOOM-Sessions´ geteilt werden kann und das auch ideal für Workshops, Trainings und für die Hochschullehre einsetzbar ist, konnten wir dezentral zusammenarbeiten. So verbanden sich orts- und raumunabhängig Friedbert (Remchingen), Anna (Karlsruhe), Günter (Landau/Heuchelheim), Johanna (Freiburg) und Martin (Steinweiler), um an qualitativen und quantitativen Forschungsprojekten zu arbeiten.   https://conceptboard.com/de/

Zum Abschluss kamen wir bzgl. des empirischen Forschungsprojekts PädiB Phase I (Pädagogik im Betrieb. Empirische Rekonstruktion der domänenbezogenen Aufgabenspezifik). Der Forschungsbericht befindet sich seit dem 16.06.20 im Endlektorat (bei Joachim), um Grafiken (von Anja) einzupflegen und letzte Formatierungen vornehmen zu können, so dass dieser im Juli an der Universität in Landau eingereicht werden kann.

Des Weiteren stand die im damaligen Forschungsantrag bereits skizzierte Phase II kurz zur Debatte, mit welcher eine quantitativ-empirische Überprüfung und Vertiefung der qualitativ-empirisch gewonnenen Kategorien aus der Phase I vorgesehen ist. Hierbei steht zunächst die a) Entwicklung eines Itempools zur domänenbezogenen Aufgabenspezifik sowie b) die Erschließung einer repräsentativen und verallgemeinerungsfähigen Datenquelle mittels quantitativer Erhebung und c) die Etablierung eines Forschungsprogramms, welches kontinuierlich bzw. regelmäßig Befunde und Ergebnisse präsentiert, auf der Agenda. Des Weiteren ist über diese Zugriffsform angestrebt, weitere domänenspezifische (Weiter-)Bildungsprozesse antizipatorischer, adaptiver und regulativer Art zu ergründen und ihre Funktionsweisen zu dechiffrieren. Zu prüfen ist die Möglichkeit mit einer Faktorenanalyse (EFA/CFA) bzw. einer Multi-Dimensionalen-Skalierung (MDS) eine quantitative Weiterbildungsforschung zu etablieren. Hierzu ist bereits eine Kooperationsvereinbarung mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) getroffen worden. Ferner sind zu Testzwecken erste Items entwickelt und rudimentär getestet worden (Fragebogenerstellung über LimeSurvey bzw. SoSci Survey), welche im Folgenden systematisiert und im Rahmen von Pretestentwicklungen auf Validität geprüft werden müssen. In der Phase II ist die Promotion von Anna eine Zielperspektive.

Zudem thematisierten wir kurz den gegenwärtigen Stand der Datenerhebungen zu dem Forschungsprojekt Persönlichkeit im Kontext von Kultur (Promotion von Friedbert). In der empirischen Rekonstruktion ist eine Vergleichsstudie anhand des Theoriekonzepts von Shalom H. Schwartz (Tel Aviv) und des Persönlichkeitsmodells von persolog angestrebt. Das Projekt arbeitet mit einer immensen Datenfülle aus drei Sprach- und Kulturräumen (Deutsch, Englisch/Spanisch) und einer Erhebung hierzu in neun unterschiedlichen Ländern. In dem Projekt wird der Frage nachgegangen, inwiefern kulturelle Sinnzusammenhänge in den Ergebnissen einer MDS mit den Daten des Persönlichkeitsmodells von persolog aufgezeigt werden können und dadurch Rezeptions- und Interpretationsweisen als Deutungsleistungen von sozialen Akteuren bestimmen.

Zukünftig werden wir 2 – 3 mal im Jahr eine Forschungswerkstatt in Präsenzform in Remchingen (persolog), oder in Landau (Universität/Bürgerstr.) arrangieren und 2 – 3 mal die (inzwischen) als probat befundenen virtuellen Forschungswerkstätten durchführen.